HAUS HSBW
WOHNEN AM ÜBERGANG ZWISCHEN FRIEDHOF UND BAHNTRASSE | LIVING AT THE THRESHOLD OF CEMENTERY AND RAILWAY LINE
ZUSAMMENARBEIT MIT | COOPERATION WITH FLORIAN BALLER
BAUHERR PRIVAT | PRIVATE CLIENT
FOTOGRAFIE | PHOTOGRAPHY KIM FOHMANN
HEIDELBERG | GERMANY
2021 - 2025

HAUS HSBW | Wohnen am Übergang zwischen Friedhof und Bahntrasse
Haus HSBW liegt zwischen Bergfriedhof und Bahntrasse in Heidelbergs Weststadt. Das Einfamilienhaus steht auf einem keilförmigen Grundstück, das früher zu einem Steinmetzbetrieb gehörte. Seine markante Form schafft Präsenz im Stadtraum und ermöglicht gleichzeitig geschützte, private Wohnbereiche. Die Blumenläden, Werkstätten und Transformatorenhäuschen am Steigerweg dienten als Vorbild für den Maßstab des Hauses. Zwei Elemente prägen seine Gestalt: ein eingeschossiger Sockel mit vertikaler Holzstülpschalung und ein auskragender Dachkörper mit silberner Stehfalzdeckung. Zur Straßenkreuzung zeigt sich das Haus mit einer gerundeten Westseite. Eine umlaufende Traufe fasst den Baukörper. Die verputzte Ostfassade mit betontem Eingang orientiert sich zur benachbarten Wohnbebauung.
Die begrenzte Baufläche und die exponierte Ecklage bestimmen den Entwurf. Das abgesenkte Erdgeschoss hält das Haus niedrig und ermöglicht ein voll nutzbares Obergeschoss im Dachvolumen. Die geringe Höhe reduziert die Verschattung der Nachbargrundstücke und bewahrt deren Ausblicke weitgehend. Der Garten liegt auf Augenhöhe mit dem Wohnbereich. So entsteht eine geschützte Wohnatmosphäre. Hinter dem scheinbar symmetrischen Eingang folgt eine asymmetrische Raumordnung. Gezielt platzierte Öffnungen bringen Tageslicht ins Innere. Im Erdgeschoss liegen die gemeinschaftlichen Wohnbereiche, im Obergeschoss die privaten Rückzugsräume. Eine handgefertigte blaue Stahlspindeltreppe und zwei Lufträume verbinden die Ebenen.
Das Haus ist ein Holzständerbau mit Recyclingdämmung und Holzfaserplatten. Sichtbeton, geschliffener Estrich, weiße Wände und eine sichtbare Holzbalkendecke prägen die Innenräume. Holzfenster mit Schutzrahmen und blaue Stahlelemente ergänzen die Materialpalette. Photovoltaik, Luft-Wärmepumpe und Regenwasserspeicher unterstützen den ressourcenschonenden Betrieb. Im Garten wurden Materialien der früheren Werkshütte wiederverwendet, darunter eine historische Grabsteinplatte als skulpturales Element. Ergänzend tragen eine Photovoltaikanlage, eine Luft-Wärmepumpe sowie ein Regenwasserspeicher zur ressourcenschonenden Nutzung des Gebäudes bei. In der Außenanlage wurden Materialien der früheren Werkshütte wiederverwendet, darunter eine historische Grabsteinplatte als skulpturales Element. Das Haus HSBW verbindet konstruktive Klarheit, materialbewusste Gestaltung und kontextuelle Sensibilität zu einer zeitgemäßen Form des städtischen Wohnens.
HOUSE HSBW | Living at the Threshold of Cemetery and Railway Line
House HSBW is located between the Bergfriedhof cemetery and the railway in Heidelberg’s Weststadt district. The single-family home occupies a wedge-shaped site that once belonged to a stonemasonry business. Its distinctive form gives it a strong urban presence while allowing for sheltered, private living spaces. The flower shops, workshops and small transformer buildings along Steigerweg informed the scale of the house. Two elements define its architecture: a single-storey base with vertical timber cladding and a cantilevered roof volume clad in silver standing-seam metal. The rounded western side faces the street junction. A continuous eaves line ties the building together. The rendered eastern façade, with its clearly defined entrance, faces the neighbouring homes.
The limited buildable area and exposed corner position shaped the design. The sunken ground floor keeps the house low while allowing for a fully usable upper floor within the roof volume. This reduces shading on neighbouring properties and largely preserves their views. The garden sits at eye level with the living area, creating a sense of shelter. Behind the seemingly symmetrical entrance, the interior unfolds in an asymmetric sequence of spaces. Carefully positioned openings bring daylight inside. Shared living spaces occupy the ground floor, with private retreats upstairs. A handcrafted blue steel spiral staircase and two double-height spaces connect the levels.
The house uses timber-frame construction with recycled insulation and wood-fibre boards. Exposed concrete, polished screed, white walls and exposed timber ceiling beams define the interiors. Timber windows with external protective frames and blue steel elements complete the material palette. Photovoltaic panels, an air-source heat pump and a rainwater storage tank support resource-efficient operation. Materials from the former workshop were reused in the garden, including a historic gravestone slab incorporated as a sculptural element. Materials from the former workshop were reused, including a historic gravestone slab incorporated as a sculptural element. House HSBW combines structural clarity, a sensitive use of materials and a strong contextual response to propose a contemporary approach to urban living.































