Das Projekt ‚Living in Brussels‘ liegt im Zentrum der belgischen Hauptstadt Brüssel. Rund um das dreieckige Entwurfsgebiet befinden sich größtenteils Wohnhäuser in verschiedensten Maßstäben. Ziel des Entwurfs war es ein flexibles und schön bewohnbares Kollektiv zu planen, welches dem Bewohner jegliche Raumschaltung und Kombination ermöglicht. Man betritt das Haus schichtweise und fängt vom Straßenraum an, in diesem siedelt sich eventuell von den Bewohnern betriebener Einzelhandel an. Man betritt das Haus jeweils von den beiden langen Seiten, von dort gelangt man zur mittig gelegenen Treppe die in den ersten Stock führt. Im Mittelpunkt des ersten Stocks liegt der benutzbare Innenhof, der auch als Verteiler für die um den Innenhof angeordneten Häuser fungiert. Von der Straße über den Innenhof und die Treppenhäuser in die zentral liegenden Verteilerräume welche die hierarchisch angeordneten Räume erkennen lassen. Die Gemeinschaftsräume sind von besonderer Form, somit im Plan leicht zu erkennen. Von den Verteilern kommt man entweder über die kleineren Gänge oder direkt über den Gemeinschaftsraum in die privateren Schlafräume, es ist dem Bewohner freigestellt sich zwischen intimer Wohnnutzung und die einzelnen Wohnungen können vertikal und horizontal erweitert werden, kollektives Wohnen ist in jeder Form, Größe und Kombination möglich. Der Grundriss ist nach einem Solid-Void-Prinzip entworfen, das bedeutet aus dem Solid einem massiven Ganzen, werden alle Räume ausgestanzt. Durch die die unterschiedliche Form der Räume wird ihre Funktion festgelegt, so fungieren die außergewöhnlicheren Räume als Gemeinschaftsräume, seitlich dazu angeordnet die Schlafzimmer. Alle Gänge und Verteiler sind nach dem Poché-Prinzip entwickelt und in die festen Hausteile eingefräst.
Referenz: HANS MEMLING – PASSION CHRISTI – 1470